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Endbericht Mittelstandswachstum Projekt SME


Projekt SME ab 2012
 

WKNÖ-Studie zeigt Wachstumspotenziale im
grenzüberschreitenden Raum auf:



Impulse für mehr Dynamik setzen



Eine relativ stabile wirtschaftliche Situation, aber ein unzureichendes Ausschöpfen vorhandener Wachstumspotenziale, die sich insbesondere durch die Nähe zu Tschechien ergeben: Das ist das Kernergebnis einer von WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Mag. Peter Voithofer (KMU Forschung Austria) im Retzer Rathaus präsentierten neuen Studie zum Thema "Mittelstandswachstum", mit der die KMU Forschung Austria Wachstumsfaktoren im Wald- und Weinviertel - mit einem besonderen Fokus auf die so genannte W3-Achse (Hollabrunn, Retz, Znojmo) - untersucht hat.

"Stabilität ist gut, sie darf aber nicht zu Stagnation führen", so Studienautor Voithofer. Denn angesichts des veränderten wirtschaftlichen Umfelds sei es notwendig, dass sich die Unternehmen initiativ den neuen Herausforderungen stellen. "Die Basis dafür ist da. Es gilt eine Stimmung der Veränderung herbeizuführen." Um diese Änderung in Richtung mehr Dynamik herbeizuführen, setzt WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl auf zusätzliche Impulse vor allem im Bereich der niederösterreichisch-tschechischen Kooperationen und der Innovationen.

Spezielles WKNÖ-Service: Markterschließung und Marktaufbereitung



"Dabei", so Zwazl "dürfen allerdings die Anforderungen und Bedürfnisse der Praxis nicht außer Acht gelassen werden." Es sei zu wenig, nur zu sagen: "Du sollst jetzt exportieren!" Denn, um die Mitgliedunternehmen nicht "blindlings in ein Abenteuer hineinzujagen, seien konkrete Stärken-Schwächen Analysen notwendig, so die Präsidentin. Deshalb unterstütze die Wirtschaftskammer ihre Mitgliedsbetriebe mit speziellen Service-Angeboten. Zwazl weist in diesem Zusammenhang auf die Technologie- und Innovationspartner (TIP) hin - eine gemeinsamen Initiative von Land und Wirtschaftskammer Niederösterreich sowie der EU. "Dieses Angebot gilt es verstärkt zu nutzen." Ebenso bietet die WKNÖ spezielle Beratungsaktionen zur Markterschließung und Marktaufbereitung an: " Kurzberatungen werden von uns im Ausmaß von 8 Stunden zu 100 Prozent gefördert, Schwerpunktberatungen mit bis zu 40 Stunden bis zu 75 Prozent."

ZUR STUDIE



Auftraggeber der Studie "Mittelstandswachstum im grenzüberschreitenden Raum" war die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), durchgeführt wurde sie im Rahmen des EU-Projekts "SME AT-CZ Growing Potential" der Initiative für Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ).

Unternehmensentwicklung in der W3-Achse


Die Unternehmensentwicklung in der Region stellt sich relativ konstant dar.
77 Prozent der Betriebe sind bereits seit mehr als zehn Jahren aktiv. 54 Prozent sind mit der Geschäftslage sehr bis eher zufrieden, 33 Prozent mittelmäßig zufrieden.

Bei den Umsätzen konnten 45 Prozent der Betriebe in den letzten drei Jahren Steigerungen verzeichnen (17 Prozent Rückgänge), beim Beschäftigtenstand gab es bei 28 Prozent der Unternehmen Zuwächse (13 Prozent Abbau).
Für heuer erwartet rund die Hälfte der Unternehmen eine konstante Entwicklung bei den Umsätzen. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) rechnet 2012 mit Umsatzsteigerungen.

Insgesamt 77 Prozent haben zuletzt Investitionen getätigt, wobei mehr als die Hälfte der Investitionen auf Ersatzinvestitionen (Instandsetzungen etc.) entfallen ist, etwas mehr als ein Drittel auf Betriebserweiterungen.

Innovationen wurden in den letzten drei Jahren von 56 Prozent der Unternehmen entwickelt bzw. eingeführt. Knapp die Hälfte entfiel auf Produkt- bzw. Dienstleistungsinnovationen, nicht ganz ein Viertel auf Neuerungen bei der Vermarktungsstrategie.

Wirtschaftskontakte mit Tschechien



Laut Studie haben nur 16 Prozent der Betriebe aus der niederösterreichischen Erhebungsregion Kooperationen mit tschechischen Unternehmen (wobei der tschechische Betrieb meist als Zulieferer fungiert). Nur fünf Prozent geben trotz der geografischen Nähe Tschechien als eines ihrer Hauptabsatzgebiete an. Zum Vergleich: 88 Prozent nennen Niederösterreich einen zentralen Absatzmarkt, 42 Prozent das sonstige Österreich, 12 Prozent Deutschland, zehn Prozent weitere EU-Länder.

 






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